Auf dem Westweg von Hausach nach Furtwangen

Acht Wanderfreunde des Alpenvereins Freudenstadt haben ein Stück des Westwegs unter die Füße genommen. Der Weg führt von Hausach auf die Burg Husen zügig nach oben zum Gipfel des Farrenkopfs. Er bot Talblicke und Fernsichten und sogar einen Denkspruch an einer Ruhebank, den sich die Gruppe zu Herzen nahm: „Nur wo Du zu Fuß warst, warst Du wirklich.“
Mancher Gipfelpunkt auf der Etappe kam den Wanderern aus dem Nordschwarzwald vertraut vor: Schwedenschanzen gibt es nördlich wie südlich der Kinzig und der wollsackverwitterte Gipfel des Karlsteins erinnert durchaus an die Granitbrocken am Plättig. Aber die Landschaft wandelte sich von Kilometer zu Kilometer. Viel gestalteter Mischwald, Weideflächen und einzeln stehende Höfe mit den tief hinunter gezogenen Walmdächern zeigen an, dass man Richtung Südschwarzwald unterwegs war. Dieser Abschnitt von Hausach bis zur Wilhelmshöhe gehört mit 22 km und gut 1000 m Anstieg zu den anstrengendsten Strecken des Westwegs.
Der zweiten Tourentag war dem Thema Wasser gewidmet. Gut versorgt von der Gaststätte Wilhelmshöhe erreichte die Wandgruppe bald den Blindensee. Er ist kein Karsee wie der Ellbachsee, sondern ein echter Moorsee mit saurem Wasser und einer ganz eigenen Flor und Fauna. Nur wenige Kilometer südlich führte der Weg über die europäische Wasserscheide zwischen Rhein und Donau. Die verträumte Waldquelle der Elz fließt in die Rheinebene und nur wenige hundert Meter weiter wird das Quellbächlein der Brig als Donauursprung gefeiert. Am Brendturm gab es einen ersten Blick auf den Feldberg, dem Ziel für eine zukünftige Ausfahrt. Mit leichten Bedauern ging es vom Brend für die Freudenstädter Alpenvereinler zügig nach unten, bis sie in Furtwangen den Busbahnhof erreichten. Mit Bus und Bahn ist diese Zweitagestour gut ohne Auto machbar.
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