Ausfahrt ins Berchtesgadener Land

Anfang August unternahmen wir eine Ausfahrt ins Berchtesgadener Land. Vom kleinen Ort Aufham wanderten wir zur Einstimmung auf die Steiner Alm. Angesichts des eingetrübten Wetters bestaunten wir den Berg Staufen nur von unten.

Am Gasthaus “Steiner Alm”

Unser Quartier bezogen wir auf dem Campingplatz in Inzell, beim Lindlbauern. Am Abend waren wir froh über unsere feste Unterkunft im Wohnmobil, da es wie aus Eimern schüttete. Wir gaben jedoch die Hoffnung nicht auf und starteten am nächsten Tag einen Versuch eine Mehrseillängenroute an der Reiteralpe zu klettern.

Sternschnuppe an der Reiteralpe

Hummel an der Blüte im Anstieg zum Feuerhörndl

Nach einem etwa zwei stündigen Zustieg standen wir am Einstieg der Route Sternschnuppe am Hinteren Feuerhörndl, einer Genusstour des Erschließer-Duos Fritz Amann und Josef Brüderl. Wir waren uns noch nicht sicher, ob der Fels durch die nordwestliche Ausrichtung trocken genug war, jedoch wollten wir einen Versuch wagen. Der Plan ging auf und wir hatten viel Spaß in dieser etwa 350 m langen Klettertour im Schwierigkeitsniveau 6+, A0.

Am Einstieg der Route Sternschnuppe

Kurz vor Ende der Route landeten wir plötzlich in der benachbarten Route „Glück“ und erreichten auf dieser den gemeinsamen Ausstieg im Latschenwald. Durch diesen ging es wieder runter, auch hier mussten wir den richtigen Weg zum Klettersteig erst einmal finden. Abends waren wir froh und zufrieden, als die Tour geschafft war.

Lando in der Route Astrofant

Am folgenden Tag entschieden wir uns, gleich nochmal den Zustieg zum Hinteren Feuerhörndl auf uns zu nehmen und die benachbarte Route Astrofant zu klettern. Der Fels war besser getrocknet, so waren wir guter Dinge, obwohl gegen Nachmittag bereits ein Gewitter gemeldet war.

Jedoch taten wir uns beide mit der ersten Seillänge schwer. Die Schlüsselstellen in den Plattenpassagen fielen uns im Vergleich zur Sternschnuppe recht schwer und über den einen oder anderen Haken mehr hätten wir uns dort gefreut. Da die Zeit schnell verlief und die Route im oberen Teil schwieriger bewertet war entschieden wir uns nach der vierten Seillänge einen Rückzug anzutreten.

Die Entscheidung fiel uns nicht schwer, da wir so einen entspannten Nachmittag genießen konnten. Lando hatte als Gebietskenner die Umrundung des Högelwörther Sees mit Torte vom Klosterwirt parat.

Das Wetter bestimmte auch die Aktivität für den nächsten Tag. Für Mittag war wiederum schlechtes Wetter vorhergesagt und wir suchten uns einen Fels mit kurzem Zustieg mit Sportkletterrouten aus. Am Karstein, dem „Wohnzimmer der Huberbuam“ bei Bad Reichenhall fanden wir ein beeindruckendes und schönes Gebiet, wo wir bis zum einsetzenden Regen kletterten. Ehrfürchtig schauten wir uns die schwierigen Routen an, die für uns Genusskletterer wohl für immer unerreichbar bleiben werden.

Mit dabei waren: Lando und Olli