Skitouren in Mathon

Die erste Skitour des Jahres 2019 der Sektion Freudenstadt führte nach Mathon im Hinterrheintal. 18 Teilnehmer waren angemeldet und machten sich am Freitag auf den Weg in die Schweiz.

Bereits morgens starteten Lena, Helmut, Lando und Claus, um unterwegs noch eine kleine Tour zu machen. Die führte in den Heinzenbergen auf das Präzer Horn 2120m. Von Dalin 1236 m stiegen die Skitourer durch lichten Wald und Almgelände in 2 Stunden zum Gipfel. Obwohl es sonnig war, fiel die Gipfelrats wegen des kühlen Windes kurz aus. Bei der Abfahrt galt es die schattseitigen Ost- und Nordhänge zu finden, in denen noch schöner Pulverschnee lag, während die sonnenbeschienenen Hänge bereits einen unangenehmen Harschdeckel aufwiesen. Durch eine geschickte Routenwahl gelang den Skitourern es eine schöne Abfahrt.

Nach dieser ersten gelungenen Tour fuhren die Skitourer weiter nach Mathon, wo sie die Unterkunft im alten Schulhaus übernahmen. Die großzügige und liebevoll renovierte Selbstversorgerhaus der Gemeinde Mathon war der Stützpunkt für das Tourenwochenende. Nach und nach trafen auch die anderen Teilnehmer dort ein. Nach einem guten Abendessen wurde die Tour für den folgenden Tag geplant.

Da der Lawinenlagebericht Stufe 3 angab und die Teilnehmerzahl so hoch war, wurde beschlossen, die Gruppe zu teilen. Eine Gruppe, mit den erfahrenen und konditionsstarken Teilnehmern (Gruppe „Race“) führte die Tour auf Parpeinahorn, 2602 als Gemeinschaftstour durch, während die weniger ambitionierten Teilnehmer und Tourenneulinge (Chiller-Gruppe) unter Führung von Claus sich das Einshorn, 2485 als Ziel vornahmen.

Am folgenden Tag startete die beiden Gruppen zunächst gemeinsam bei schönstem Wetter direkt vom Haus aus. Nach einigen hundert Höhenmetern trennten sich die Gruppen und gingen jede in ihrem Tempo weiter. Die Schamser Berge oberhalb von Mathon bieten optimales freies Almgelände mit mäßiger Hangneigung, also beste Bedingungen für leichte Skitouren, auch bei etwas erhöhter Lawinengefahr. Während die Gruppe Race nach 3 Stunden die Ersteigung des Parpeinehorns meldete, befand sich die Chiller-Gruppe noch im Anstieg, beschloss aber nicht die lange Querung zum Einshorn zu machen, sondern eine Graterhebung weiter westlich zu ersteigen, die eine direktere und schönere Abfahrt versprach. Nach 4,5 Stunden war der Gipfel erreicht, der kurzerhand Chillerhorn getauft wurde. Die Gruppe Race hatte da schon den ersten Teil der Abfahrt von Parpeinahorn genossen. Einige der Teilnehmer stiegen noch einmal an und stießen zur Chiller-Gruppe. Gemeinsam wurde dann die Abfahrt angetreten, die durch herrlichen Pulverschnee über freie Hänge hinunter Richtung Mathon führte. Das weitläufige Gelände erlaubte es jedem, seine eigene Spur in die 20 cm Tiefschnee zu legen. Etwas anspruchsvoller wurde es bei der kurzen Walddurchfahrt, ehe dann wieder freie Wiesen hinab ins Dorf führten. Unmittelbar vor der Unterkunft endete die tolle Abfahrt.

Gemeinsam wurde das Abendessen gekocht und gegessen. Danach folgte die Planung für den nächsten Tag. Obwohl es die Möglichkeit gegeben hätte, direkt vom Haus zum Zwölfihorn zu starten, wurde beschlossen, mit den Autos die kurze Strecke zum Nachbarort Lohn zu fahren und von dort anzusteigen. Die Skitourer versprachen sich davon die Möglichkeit zwei Gipfel zu besteigen, Rappakopf, 2197 m und Zwölfihorn, 2292 m. Außerdem versprach das Gelände schönere Abfahrtsmöglichkleiten und die Tourer hofften darauf, dass dort weniger andere Skitourer unterwegs wären. Bei guten Gesprächen, Wein und Käse klang der Abend aus.

Der nächste Morgen begann wieder mit bestem Wetter, die Lawinengafahr war auf mäßig zurück gegangen und so wurde nach dem Frühstück der am Vorabend gefasste Plan umgesetzt. Tatsächlich waren in Lohn fast keine Skitourer unterwegs und so war die Gruppe nach wenigen hundert Höhenmetern allein in unverspurtem Gelände unterwegs zum Rappakopf. Lando und Sven legten eine gute Spur und so war schon nach 1:45 Stunden das erste Ziel, der Rappakopf erreicht. Seit dem letzten Schneefall war noch niemand hier gewesen und so hatten die Skitourer aus Freudenstadt die unberührte Gipfelkuppe ganz alleine für sich. Ebenso unberührt war auch die Abfahrt und so gab es keine lange Gipfelrast, sonden eine rauschende Tiefschneeabfahrt. Die endete erst 250 Höhenmeter später, an der Aufstiegsspur Richtung Zwölfihorn. Angesichts der tollen Bedingungen war es keine Frage, dass alle Teilnehmer sich an den Wiederaufstieg machten. Aber auch dieses Mal wurde nicht krampfhaft am Gipfelziel festgehalten, sondern wieder eine nähergelegene Erhebung im Grat als Ziel gewählt, weil diese die schönere und direktere Abfahrt versprach. Nach einer knappen Stunde war dieser Gipfel erreicht und es gab eine verdiente Rast.

Die Abfahrt war der Traum eines jeden Skifahrers. Freie, unverspurte Hänge mit 20 cm Pulverschnee boten Könnern und Tourenneulingen ideale Bedingungen. Im unteren Teil der Abfahrt war dann etwas Spürsinn gefragt, um die schönen Hänge und die Übergänge zwischen den Bachgräben zu finden. Aber auch kleine Zwischenfälle konnten den Spass an der Abfahrt nicht trüben. Schließlich schwangen die Skitourer nach eine großartigen Abfahrt direkt am Parkplatz ab.

Am Nachmittag wurde schnell das Haus geputzt, die Autos beladen und die Rückfahrt angetreten.

Die Skitourenausfahrt nach Mathon war ein herrlicher Start in die Saison 2019 und wir hoffen und freuen uns auf weitere gelungene Unternehmungen.

Skitour Mathon