Klettertag am Eckenfels

Paradisisches Klettern am “Ecki”              

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Die meist 40m hohen Felstürme aus Quarzporphyr – ein 300 Millionen Jahre altes Vulkangestein lädt ein zu fantastischer Kletterei. Der Eckenfels auch “Ecki” genannt besticht mit seiner wunderschönen Lage am Rande des Schwarzwaldes oberhalb von Oppenau. Die Felsen sind meist von der Sonne verwöhnt und erlauben herrliche Blicke in die Natur.
 
An einem der letzten schönen Herbsttage im Oktober lockte auch uns (Oliver Dorka und Sven Delitzsch) der Eckenfels mit seiner schönen Lage und tollen Wandkletterei. So machten wir uns auf einen wunderschönen Klettertag am Eckenfels zu erleben. Mit großer Vorfreude starteten wir gegen 10 Uhr und fuhren bei traumhaftem Wetter an den Eckenfels in der Nähe der Oppenauer-Steige. Auf den knapp fünf Minuten Anmarsch bis zum vorderen Felsmassiv war schon zu spüren, dass wir heute einen guten Klettertag haben würden. Wir besprachen mit vollem Elan, welche Touren wir heute gern klettern möchten. Wir wussten aber, dass die Zeit gar nicht ausreichen würde alle geplanten Touren zu klettern.
 
Nach kurzer Vorbereitung begann Oli mit der ersten Klettertour am rechten Felsmassiv. Beide kletterten wir die “griffige” Tour “Westwind” (5+). Im Anschluss ging das “Warmklettern” mit einer schönen aber im oberen Bereich kniffligen 6+ weiter. Beim Ziehen der kleinen Leisten und des Untergriffs im oberen Bereich kamen wir dann auch so richtig auf Temperatur. Wir fühlten uns nach den ersten beiden Touren so gut, dass wir als nächstes gleich zwei rechts davon gelegegene, für uns neue Touren, angingen. Die Erste Tour dürfte an der Schlüsselstelle einen Schwierigkeitsgrad von 7- haben, während die Andere eine genüssliche 5+ / 6- sein dürfte. Beide machten uns wenige Schwierigkeiten und wir konnten die Kletterei voll genießen. In der darauf folgenden Vesperpause traffen wir dann auch unsere Kletterfreunde Uwe de Jager und Thomas Forbriger, die sich ebenfalls aufgemacht hatten, ein paar Klettermeter zu machen.
 
Nach der kurzen Stärkung gingen wir den Klassiker “Freundschaft” 5+ mit vermutlich 7- Einstieg an. Da wir diese schöne 2 Seillängentour schon öfters begangen haben, stellte uns der Einstieg und der Rest der Tour vor keine großen Schwierigkeiten. Nach der ersten Seillänge trugen wir uns noch kurz in das Wandbuch ein und erklommen, vorbei an einem Kreuz, schnell die letzte Seillänge. Oben konnten wir bei paradiesischen Bedingungen den Ausblick über die gefärbten Bäume des Schwarzwaldes, die Rheinebene bis hin zu den Vogesen genießen. Über die Abseilstelle am “Sechserweg” (6+) ging es wieder hinunter um gleich darauf den selbigen zu klettern. Der “Sechserweg” mit schwererem Mittelstück ist eine der schönsten Klettertouren in diesem Schwierigkeitsgrad am Eckenfels. 
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Zu guter letzt machten wir uns daran zwei weitere für uns neue Touren zu erklettern. Links neben der Freundschaft kletterten wir zweimal die Tour “fliegender Teppich”, welche mit  7- bewertet ist. Die Kletterei ist hier eher technisch mit Leisten und Seitgriffen. Nach einer kurzen Stärkung wagte sich Oli daran die daneben liegende “Tote Hose”, vermutlich eine mit 7 bewertete Tour, zu bezwingen. Die ersten Meter ließen sich noch gut an. Interessante Bewegungen und ein schöner Tourenverlauf ließen uns hoffen diese On-Side zu begehen. Teilweise bröckelige Griffe und ein harter und langer Zug nach der vierten Expresse, der beim Nichterreichen einen ungemütlichen Sturz zur Folge hätte, machten uns den Erfolg aber streitig. Als zweites versuchte sich Sven an dieser Tour und musste an derselben Stelle passen. Wir beide sind uns einig das diese Tour uns nicht zum letzten Mal gesehen hat …
 
Wer gerne bei uns in der Gegend klettert, sollte unbedingt die Kletterregeln für die Landkreise Raststatt und Freudenstadt kennen und sich natürlich auch daran halten!