Schwere Klettersteige Teil “Klettern”

Nachdem wir am Samstag mit den Klettersteiggehern 2 schöne Klettersteige bei Götzis gemacht haben, warteten wir in hoffnungsvoller Zuversicht auf der Douglass-Hütte auf den Sonntagmorgen um durch die Saulakopf Südwand (Direkte Ostwand) zu klettern. Doch der Blick durch das Hüttenfenster läßt nichts Gutes erahnen; es regnete in Strömen. Unsere einzige Hoffnung war der Innsbrucker Alpin-Wetterbericht der für Sonntag recht gutes Wetter vorhergesagt hatte.

Am Sonntag Morgen gab`s dann kein Regen mehr, dafür dichten Nebel. Dank Uwe und Swens Ortskenntnisse und GPS-Gerät fanden wir ohne Probleme zum Einstieg der Tour bzw. zum Klettersteig.

Mit gemischten Gefühlen stieg ich in die erste Seillänge ein, da ich seit über 10 Jahren keine alpine Kletterroute mehr gegangen bin. Daher war ich doch sehr erleichtert, als ich den ersten fetten gebohrten  Standhaken erblickte, der auch für korpulente Alpinisten einen sichereren Stand bot.


Nachdem die letzten Selbstzweifel gewichen waren, ging es genußvoll weiter bis zum Band. Dort verriet uns ein Blick auf die Uhr, dass wir im Zeitplan doch um Einiges zurück geblieben sind.
 
Jetzt galt es die Schlüsselstelle zu klettern, die mit 4+ im Kletterführer angegeben wird, die sich aber  als gut kletterbar erwies. Ingrids Kommentar: ” I ben froh dass mir aus dem schwarza Zeug dussa send “

Nach Eintragung ins Wandbuch ging es durch den Ausstiegskamin direkt ins Schrofengelände. Leider gab es in diesem Kamin einen Klemmblock der beim Seileinholen das Seil blockierte, obwohl ich beim  Überklettern darauf geachtet habe dass das Seil gut läuft. Angeblich hat es 10 m Schlappseil gegeben  und auf jeden Fall vorwurfsvolle Blicke von Ingrid(zu recht). 

Danach folgten noch drei Seillängen im Schrofengelände bis wir auf dem Gipfelgrat standen, wo uns Sven in Empfang nahm. An dieser Stelle nochmals vielen Dank Swen für dein Warten am Gipfel, der sich leider immer noch recht schattig präsentierte. Vor dem Abstieg gabs dann noch einen kleinen Disput zwischen Ingrid und mir über meinen alten besch…Rucksack und das sie mit so etwas nie wieder klettert.

Und wie das meistens in den Alpen so ist, folgten noch 1500 Hm Abstieg, der auch noch ordentlich in die Beine ging.

Thomas