Am Samstagmorgen starteten wir um 8:20 Uhr mit einer kurzen Abfahrt zur Bushaltestelle und weiter mit Bus und Bahn zur Talstation der Madrisabahn in Klosters. Die Gondelbahn und ein Sessellift brachten uns hinauf auf's Schaffürggli, wo die lange Querung über Südhänge zum Schlappiner Joch beginnt.
Dort zeigte sich dann die aktuelle Schneearmut erschreckend deutlich. Die um die Jahreszeit normalerweise schneebedeckten Hänge waren ein, von Felsbrocken durchsetztes, braun-weißes Labyrinth, durch das sich die Spur zum Joch hindurchschlängelte.
Was sich auch eindrucksvoll bestätigte, war die hohe Lawinenwarnstufe auf Grund des herrschenden Altschneeproblems. Bereits wenige Meter außerhalb der präparierten Piste kam es zu Wummgeräuschen und Setzungen in der Schneedecke, die jedoch zum Glück keine Lawinen auslösten.
Immerhin war das Wetter optimal mit ungetrübtem Sonnenschein, sodass die Querung und der kurze Aufstieg zum Joch einige Schweißtropfen kostetet.
Am Schlappiner Joch (2201 m) wurde die Landesgrenze zu Österreich überschritten. Hier begann die Abfahrt nach Gargellen. Ideale Skihänge mit 30 – 35 Grad Neigung führten hinab zur Valzifenzalp. Leider waren diese nach der langen Zeit ohne Neuschnee vollkommen zerspurt, andererseits war dadurch die Lawinengefahr stark reduziert. Insgesamt wurde es eine schöne Abfahrt hinunter ins Wintertal. Durch dieses fuhren wir in einer langen Schussfahrt zur Talstation der Bergbahn in Gargellen. Unterwegs legten wir an einem sonnigen Bänkchen eine gemütliche Mittagspause ein.