Eines Freitags Ende Januar im Jahre 2026 brach eine Gruppe motivierter Skitourengeher ins Lechtal auf zur ersten Skitour des Winters. Die Zeitplanung war jedoch individuell unterschiedlich, ich (Tourenführer Jonathan) war schon vor Ort. Friedrich, Helmut und Lena fuhren früh los, wir trafen uns an der Pension Zita in Namlos um uns für die erste Tour fertig zu machen.
Der erste Gipfel war schon ausgesucht, die Karlespitze sollte es werden. Kurz und direkt von der Unterkunft erreichbar hörte sich gut an. Dass im Tourenführer-Büchlein ein "nur bei guter Schneelage zu empfehlen" überlesen wurde war zu dem Zeitpunkt noch unbekannt.
Wir starteten motiviert durch den Wald nach oben. Spätestens als der Waldweg in einen (nicht enden wollenden, sehr dichten und steilen) Lärchenwald mündete war klar: das wird heute (trotz nicht so hohem Berg) anstrengend. Aber wir wollten uns nicht so leicht geschlagen geben und kämpften uns durch Gestrüpp und Bachläufe nach oben.Als das Gelände aufmachte wurde die Tour noch richtig angenehm und der Gipfel wurde erreicht. Nur in der Abfahrt war der Lärchenwald irgendwie noch schlimmer als hoch. Eine auf den ersten Blick bessere Spur ("da ist die andere Gruppe auch runter, das muss gut sein") endete an einem Abbruch. Wenigstens standen wir mit der anderen Gruppe zusammen im Gestrüpp. Also wieder anschnallen, hochlaufen, queren, runterkämpfen und schlussendlich standen wir kurz nach Sonnenuntergang wieder im Tal.
An der Pension waren Matthias und Johannes mittlerweile auch angekommen und gemeinsam haben wir im urigen Gasthof Kreuz ein sehr leckeres Abendessen genossen.