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Klettern auf der Ostalb

10.10.2015

Am Samstag, den 10. Oktober haben sich 4 Kletterer der Sektion aufgemacht um die Kletterfelsen im Filstal und Eybacher Tal zu besuchen. Die 4 das waren Roland Albert, Thomas Forbriger, Lando Huber-Denzel und Thomas Häcker. In Oberböhringen angekommen gings bei etwas trüben Wetter über die Albhochfäche zu den Langen Hauserner Felsen am Albtrauf.

Mit Hilfe des Kletterführers(völlig veraltet) und meinem Langzeitgedächnis konnte der Abstieg zu den Einstiegen rasch ausfindig gemacht werden. Zum Auftakt machten wir die Rees-Führe, ein Fünfer mit einer etwas bröseligen 2. Seillänge, die auf einem Felsskopf mit beeindruckender Fels- und Albkulisse endete. Am Einstiegsüberhang der 2. Route bauten das Team Roland und Lando wieder einmal Albfels ab, so das dieser Überhang jetzt nicht mehr im Originalzustand ist. Die Frage ob wir noch Routen an den Langen Hauserner klettern sollten oder ob wir doch zu den Amazonen und zur Jungfrau gehen sollten wurde auf Grund der Namensgebung dieser Felsen schnell entschieden. Während Thomas F. und Roland einige leichtere Routen an der Ostseite der Jungfrau kletterten, stiegen wir auf der Westseite der Amazonen eine 6+ Route mit einer etwas dürftigen Hakenaustattung, weshalb ich die Schlüsselstelle durch eine "Umgehung" entschärft habe.

Fast pünktlich um 18 Uhr trafen wir auf der Hütte des Schneelaufvereins Geislingen ein wo meine Mutter mit ihrer Freundin Resi bereits mit Zwiebelkuchen und Kaffee auf uns warteten. Auf Grund der Kontaminierung mit Schweinespeck blieb der kulinarische Genuss nur zwei Sektionsmitgliedern vorbehalten. Nach ausgiebiger Einführung meiner Mutter und Resi was auf dieser Hütte geht und nicht machten wir uns ans Kochen und diskutierten bis spät in der Nacht über die Flüchlingskrise und fanden jedoch keine Lösung. Nach ausgiebigen Frühstück fuhren wir am Sonntagmorgen zunächst nach Eybach unter den Himmelsfelsen um dessen Wandflucht zu bestaunen, welche erst 1934 von 2 Stuttgarter Kletterer erstbegangen wurde. Auch nach über 80 Jahren hat diese Route nichts von ihrem Reiz verloren auch wenn sie nur mit 5+ bewertet wird. Alles dabei was den Kletterer/in erfreut, eine großgriffige Einstiegsseillänge, luftige Quergänge, kleingriffige Platten, um dann letztendlich ganz oben zu sein und die Alblandschaft zu geniesen. Nur die Standplatzwechsel in den beiden engen Gufeln im unteren Teil gestaltete sich etwas schwierig, kleine und yogabegabte Kletterer sind hier eindeutig im Vorteil. Abschließend gings dann noch zum Roggenstein mit seiner steilen Nadel, die bis jetzt dem Zahn der Erosion tapfer standhält. Die steile Südwestkante auf die Roggennadel, 2 Routen über tüfteliges Plattengelände von Roland und Lando und mir im unteren 7. Grad, sowie ein Vorstieg von der Bergseite auf die Nadel von Thomas F. bildeten den Abschluß des Kletterns auf der Ostalb.

Im Gasthaus zum Hecken-Done bei Kaffee und Zwetschgenkuchen waren wir uns einig: Schön wars. Tiefenentspannt traten wir den Heimweg an um am Montagmorgen ab 7 Uhr wieder die gewohnten Alltagsprobleme zu lösen.

Thomas H., Thomas F., Lando HD, Roland A.